Erste Hilfe bei Insektenstichen

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Insektenstiche sind eine unangenehme Begleiterscheinung der warmen Jahreszeit. Je nachdem, mit welchen Insekten man es zu tun hat, ist das Risiko, gestochen zu werden, unterschiedlich groß. Während Stechmücken grundsätzlich auf menschliches Blut aus sind und gerade nachts richtige Plagegeister werden können, stechen Bienen nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Bewahrt man Ruhe, bleiben die Bienen in aller Regel ebenfalls friedlich. Wespen stechen vergleichsweise schnell zu, im Gegensatz zu Hummeln oder Hornissen, die, ähnlich wie Bienen, nur zur Verteidigung stechen. Stiche von Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen lassen sich verhältnismäßig gut vermeiden. Offene Nahrungsmittel sind vor allem für Wespen eine Einladung, Teller und Gläser mit Lebensmitteln deckt man deswegen draußen am besten gut ab. Trinkbecher mit Deckel sind beim Aufenthalt im Freien ebenfalls sinnvoll.
Es gibt viele Tipps, wie sich Insekten natürlich abschrecken lassen. Nicht jeder Trick funktioniert tatsächlich. Lange Kleidung lässt Insekten weniger Angriffsfläche, es gibt jedoch auch solche, die es sogar schaffen, durch die Kleidung hindurchzustechen. Auch Insektenschutzsprays sind einen Versuch wert. Stechmücken mögen den Geruch von Zitroneneukalyptus nicht, die Pflanze hält also zumindest diese Eindringlinge fern und ist dabei noch dekorativ.

Wird man trotz aller Vorsicht gestochen, gilt: Je schneller man erste Maßnahmen ergreift, desto weniger macht einem der Stich zu schaffen. Die verschiedenen Insekten stechen auf unterschiedliche Arten zu und dementsprechend sind die Stiche auch unterschiedlich schmerzhaft. Bei Bienenstichen bleibt der Stachel stecken und man muss ihn mit einer Pinzette vorsichtig herausziehen, um ihn nicht abzubrechen. In allen Fällen schwillt die Haut an und beginnt zu jucken. Die Erste-Hilfe-Maßnahme bei Insektenstichen ist, den Stich zu kühlen, damit er nicht zu sehr anschwillt. Dazu eignen sich Kompressen, die man zum Beispiel in der Apotheke erhält. Grundsätzlich kann man aber alles nutzen, was kühl genug ist: Eiswürfel, kaltes Wasser, Akkus aus der Tiefkühlbox oder auch Produkte aus der Tiefkühltruhe. Im letzten Fall sollte man nur darauf achten, dass die eingefrorenen Lebensmittel nicht auftauen. Egal, was man zum Kühlen nimmt: Damit die Haut nicht direkt mit der Kälte in Berührung kommt, sollte man den Gegenstand mit einem Tuch umwickeln, bevor man ihn auf den Stich legt. Eine weitere Maßnahme sind Umschläge mit Essigwasser im Verhältnis eins (Essig) zu zwei (Wasser). Diese helfen gegen den Juckreiz und wirken gleichzeitig entzündungshemmend. Weitere Hausmittel, um den Juckreiz zu lindern und gleichzeitig die Stelle zu kühlen, sind Gurkenscheiben, eine aufgeschnittene Zwiebel oder auch Zitronensaft.
Auch Quark-Kompressen sind eine Möglichkeit, den Stich zu kühlen; Quark hat außerdem eine leichte antibakterielle Wirkung. Allerdings darf eine Quark-Kompresse nicht antrocknen, also nur so lange auf dem Stich lassen, wie sie feucht ist. Auch ein nasser Teebeutel kühlt und lässt die Schwellung abklingen. Direkt aus der Natur gibt es ebenfalls eine Reihe von Hausmitteln: Zerriebener Breit – oder Spitzwegerich zählt dazu, außerdem zerdrückte schwarze Johannisbeeren.
Ein Insektenstich bringt auch immer das Gift der Insekten in die Haut; dieses sorgt dann für die Schwellungen, Rötungen und den Juckreiz. Um das Gift loszuwerden, kann man ein Stück Zucker auf die Einstichstelle drücken oder eine Paste aus Aktivkohle verwenden. Für diese Paste verrührt man Aktivkohle in Pulverform mit Wasser.

Es gibt also gegen Insektenstiche viele Hausmittel für die Erste Hilfe. Darüber hinaus bieten sich spezielle kühlende Gels an oder auch Salben, die man nach dem ersten Kühlen auf den Stich auftragen kann. Inzwischen gibt es auch Produkte zur Wärmebehandlung, die die Giftstoffe in der Haut zersetzen sollen, damit das lästige Jucken eingedämmt wird.

Im Normalfall reichen diese Maßnahmen bei Insektenstichen völlig aus. Anders sieht es aus, wenn Symptome einer Allergie auftreten oder eine Stelle gestochen wurde, die gefährlich ist, zum Beispiel der Hals.
Bei Allergikern kann Insektengift im schlimmsten Fall einen lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock auslösen. Anzeichen für eine allergische Reaktion sind zum Beispiel eine deutliche, oft sehr schnell auftretende Schwellung, Schwindel oder Kopfschmerzen, Herzrasen und Übelkeit. Bei solchen Symptomen bringt man die Betroffenen schnellstmöglich zum Arzt oder ins Krankenhaus. Bei Atembeschwerden nach einem Insektenstich sollte man in jedem Fall den Notarzt alarmieren.
Atemnot kann auch auftreten, wenn man von einem Insekt in den Hals gestochen wurde. Dies kann auch Haustiere betreffen, wenn zum Beispiel ein Hund nach einer Wespe schnappt und diese verschluckt.

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